Klostermayer, Matthias
- Lebensdaten
- 1736 – 1771
- Geburtsort
- Kissing bei Friedberg
- Sterbeort
- Dillingen
- Beruf/Funktion
- Räuber ; literarische Figur
- Konfession
- katholisch
- Normdaten
- GND: 118818988 | OGND | VIAF: 59880776
- Namensvarianten
-
- Klostermayer, Matthäus (eigentlich)
- Bayerischer Hiasl (als literarische Figur)
- Hiasl, bayerischer
- Klostermayer, Matthias
- Klostermayer, Matthäus (eigentlich)
- klostermayer, matthäus
- Bayerischer Hiasl (als literarische Figur)
- bayerischer hiasl
- Hiasl, bayerischer
- Bayerischer Hiesel
- Brentan-Hiasl
- Hiasl
- Hiesel
- Hiesl
- Klostermaier, Matthäus
- Klostermair, Matthäus
- Klostermayr, Mathias
- Klosthermayer, Matthias
- Klosthermayer, Matthäus (eigentlich)
- klosthermayer, matthäus
- Bayerischer Hiasl (als litherarische Figur)
- Klosthermaier, Matthäus
- Klosthermair, Matthäus
- Klosthermayr, Mathias
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Klostermayer, Matthias (eigentlich Matthäus), „Bayerischer Hiasl“
Räuber, literarische Figur, * 3.9.1736 Kissing bei Friedberg, † (hingerichtet) 6.9.1771 Dillingen. (katholisch)
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Genealogie
V Michael, Hirte in d. Hofmark Kissing;
M Elisabeth N. N.; ledig;
1 K. -
Biographie
K. wuchs als Hüterbub auf, diente als Jagdgehilfe und als Knecht. Wegen ihm nicht nachzuweisender Wildereien sollte er zum Militär gepreßt werden, entfloh aber zu einer der damals in den Wäldern des Voralpenlandes zahlreichen Räuberbanden und führte dort das vom Volk gefeierte und verherrlichte Leben eines Räuberhauptmanns und Wildschützen. Ansehen beim Volke gewann er dadurch, daß er seine Räubereien nicht|im Verborgenen, sondern offen im Kampf mit den Fürsten durchführte. Er wurde zum Volkshelden, zum Beschützer der Armen und Verfolgten, was einen Niederschlag in Volksliedern und Volksbüchern fand. Seine schon zu Lebzeiten große Beliebtheit wuchs im 19. Jahrhundert. Sein Leben und seine Taten wurden in Epen, lyrischen Gedichten und Dramen (darunter ein Puppenspiel) heldisch verklärt behandelt und zwar nicht nur im Alpen- und Alpenvorland, sondern weit nach Norddeutschland und Böhmen hin. So sind Drucke des Stoffs unter anderem von Tieck, wie auch aus Berlin, Leipzig, Hannover, Gotha, Weimar und Dresden bekannt. Die Hiasl-Lieder waren so beliebt, daß sie in Stücke, die nur mit dem Stoff gemeinsam haben, daß Räuber in ihnen auftreten, übernommen wurden.
-
Literatur
K. Th. Heigel, Der Bayr.Hiesl u. d. Hiesllit., in: Westermanns ill. Mhh., 1888 (L);
H. Hemmer, Die Anfänge L. Tiecks u. s. dämonisch-schauerl. Dichtung, in: Acta Germanica 6, 1910, S. 325-61;
F. Moczygemba, M. K. genannt d. Bayer. Hiesel in d. dt. Dichtung, Diss. Graz 1938 (L);
E. G. Rattelmüller, M. K. vulgo Der Bayr. Hiasl, 1971 (P);
C. Küther, Räuber u. Gauner in Dtld., 1976;
Das war d. Bayer. Hiasl, hrsg. v. W. Hensen, 1979. -
Porträts
Kupf. v. Lander (München, Neue Pinakothek, Kupf.kab.);
Radierung von J. G. L. Rugendas (München, Dt. Jagdmus.), Abb. b. Rattelmüller, s. L. -
Autor/in
Hans Jürgen Rieckenberg -
Zitierweise
Rieckenberg, Hans Jürgen, "Klostermayer, Matthias" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 125-126 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118818988.html#ndbcontent