Jorhan, Christian
- Lebensdaten
- 1758 – 1844
- Geburtsort
- Landshut
- Sterbeort
- Passau
- Beruf/Funktion
- Bildhauer
- Konfession
- katholisch
- Normdaten
- GND: 121219550 | OGND | VIAF: 52539983
- Namensvarianten
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- Johrhan, Christian
- Jordan, Christian
- Gorhauer, Christian (fälschlich auch)
- Jorhauer, Christian (fälschlich auch)
- Jorhan, Christian
- Johrhan, Christian
- Jordan, Christian
- Gorhauer, Christian (fälschlich auch)
- gorhauer, christian
- Jorhauer, Christian (fälschlich auch)
- jorhauer, christian
- Johrhan, Christian Franz Xaver
- Johrhan, Christian, der Jüngere
- Jordan, Christian Franz Xaver
- Jordan, Christian, der Jüngere
- Jorhan, Christian Franz Xaver
- Jorhan, Christian, der Jüngere
- Jorhann, Christian Franz Xaver
- Jorhann, Christian, der Jüngere
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Jorhan, Christian
Bildhauer, * 6.8.1758 Landshut, ⚰ 14.7.1844 Passau. (katholisch)
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Genealogie
V Christian (s. 1);
- ⚭ Passau 1794 Rosalie, T d. Bildhauers Matthias Lechthaler. -
Biographie
Bis zur Aufhebung des Jesuitenordens (1773) war J. Schüler des Jesuitengymnasiums Landshut, anschließend war er 2 Jahre in der Lehre bei seinem Vater. Ab 1775 war er fast 20 Jahre lang auf der Wanderschaft, die ihn nach Passau, Neuburg a. der Donau, Wiener Neustadt, Augsburg (1779), Straßburg, Delle (Franche-Comté), Paris, Dijon, Besançon, Langres und Thann i. Elsaß führte, wo er 1788 für das Münster einen Altar schuf. 1794 ließ er sich in Passau nieder. Die Meistergerechtigkeit erlangte er durch Heirat.
Von der rokokohaften Volkstümlichkeit, welche die Werke seines Vaters auszeichnet, ist bei J. nichts mehr zu spüren. Seine Arbeiten stehen anfangs noch unter dem stilistischen Einfluß des Rokoko-Klassizismus, der sich am Schluß dann bei ihm in den strengeren Klassizismus verwandelt. Außer Kleinbildwerken (Miniaturdenkmal mit der Apotheose des Fürstbischofs Thomas v. Thun, Passau, Bischöfl. Residenz, 1796) schuf J. für Passau und die angrenzenden Bezirke (Oberösterreich) eine Reihe von Altären und von Grabdenkmälern. Besonders erwähnenswert ist ein monumentaler Denkmal-Löwe aus|Granit (1823) an der Straße von Vilshofen nach Passau. Durch das Nachlassen von Aufträgen am Ende seines Lebens geriet J. in immer größere finanzielle Schwierigkeiten, so daß er seit 1835 aus Mitteln des Heiliggeistspitals in Passau unterstützt werden mußte.
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Werke
Weitere W u. a. Büste d. nachmal. Fürstbischofs Thomas v. Thun üb. d. Portal am Kellerhallenbau in d. ehemal. Schloß Hacklberg b. Passau, 1795;
Grabdenkmäler Joseph Maria Fürst v. Thun, 1796 u. d. Kardinäle Firmian u. Auersberg, 1796, Passau, Dom;
Hochaltar Enzenkirchen (Oberösterreich), von 1814;
Hochaltar Ruhmannsfelden, n. 1829. -
Literatur
G. K. Nagler, Allg. Künstler-Lex. VII, 1835 ff.;
ThB (W, L); s. a. L zu 1). -
Autor/in
Gerhard P. Woeckel -
Zitierweise
Woeckel, Gerhard, "Jorhan, Christian" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 607-608 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121219550.html#ndbcontent