Ampringen, Johann Caspar von
- Lebensdaten
- 1619 – 1684
- Geburtsort
- Ungarn
- Sterbeort
- Breslau
- Beruf/Funktion
- Hoch- und Deutschmeister ; Politiker
- Konfession
- katholisch?
- Normdaten
- GND: 116302380 | OGND | VIAF: 72141727
- Namensvarianten
-
- Ampringen, Johann Caspar von
- Ampringen, Giovanni Casparo
- Ampringen, Giovanni Casparus
- Ampringen, Giovanni Gasparo
- Ampringen, Giovanni Gasparus
- Ampringen, Joannes Casparus de
- Ampringen, Johann Kaspar von
- Eulenberg, Johann Caspar zu Freudenthal
- Eulenberg, Johann Kaspar zu Freudenthal
- Eulenberg, Johannes Caspar zu Freudenthal
- Eulenberg, Johannes Kaspar zu Freudenthal
- Freudental et Eulenberg, Joannes Casparus in
- Freudenthal und Eulenberg, Johann Caspar zu
- Freudenthal und Eulenberg, Johann Kaspar zu
- Freudenthal und Eulenberg, Johannes Caspar zu
- Freudenthal und Eulenberg, Johannes Kaspar zu
- Ampringen, Giovanni Kasparo
- Ampringen, Giovanni Kasparus
- Ampringen, Joannes Kasparus de
- Freudental et Eulenberg, Joannes Kasparus in
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Ampringen, Johann Caspar von
Hoch- und Deutschmeister, * 20.3.(19.1.?)1619 Ungarn, † 9.9.1684 Breslau.
-
Genealogie
Aus einem Adelsgeschlecht des Breisgaus;
V Johann Christoph von Ampringen;
M Susanne von Landsberg. -
Biographie
A. trat 1646 in den Deutschen Orden ein. 1650 wurde er Hauskomtur zu Mergentheim, dazu 1654 auch Komtur zu Würzburg, Ratsgebietiger der Ballei Franken, hochmeisterlicher Rat und wirklicher geheimer Kämmerer, Statthalter der Herrschaften Freudenthal und Eulenburg in Mähren. Als Landkomtur der Ballei Österreich (1660) war er die treibende Kraft für die ständige Festsetzung des Ordens an der windisch-kroatischen Grenze (Militärgrenze) zum Schutz gegen die Türken. A. wurde ferner Ordensgesandter am kaiserlichen Hof in Wien, 1662 Vorsitzender des Ordensdirektoriums für den unmündigen Erzherzog Karl Josef von Österreich und damit Leiter des Ordens. 1664 einstimmig zum Hoch- und Deutschmeister gewählt, war er unermüdlich tätig, seinem Orden wieder ein neues Wirkungsfeld zu geben und den alten Ruhm wiederherzustellen. Seine Bemühungen um eine|Grenzfeste gegen die Türken, Verbindung mit den Johannitern auf Malta, Ansiedlung auf der Insel Ustika, eine Donauflottile u. a. scheiterten an der Höhe der Kosten, mehr noch am Widerstand des kaiserlichen Hofes. Doch leistete der Orden in den Türkenkriegen durch Beisteuer und Mannschaften namhafte Hilfe (hervorragender Einsatz bei St. Gotthard 1664). Seit 1673 versuchte A. als Gubernator vergeblich in Ungarn Ordnung zu schaffen. 1679 wurde er auf eigenen Wunsch wieder abberufen und als Fürst von Freudenthal und Eulenburg wegen seiner großen Verdienste um Kaiser, Reich und Orden zum Oberhauptmann in Schlesien ernannt.
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Literatur
G. E. J. de Wal, Histoire de l'ordre Teutonique VII, Paris 1794;
J. Bachem, Chronol. d. Hochmeister, 1802;
J. Voigt, Gesch. d. Dt. Ordens in seinen 12 Balleien II, 1859, S. 376-428 (mit manchen Unrichtigkeiten);
H. Kneschke, Adelslex. I, ²1929;
Akten d. Deutschordenszentralarchivs, Wien. -
Autor/in
Karl H. Lampe -
Zitierweise
Lampe, Karl H., "Ampringen, Johann Caspar von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 259-260 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116302380.html#ndbcontent