Bachmayr, Johann Nepomuk
- Dates of Life
- 1819, erwähnt verschollen 1864 – 1864
- Place of birth
- Neusiedl/Zaya
- Place of death
- Wien
- Occupation
- österreichischer Dramatiker ; Dramatiker ; Schriftsteller
- Religious Denomination
- keine Angabe
- Authority Data
- GND: 116028246 | OGND | VIAF: 77056871
- Alternate Names
-
- Bachmayr, Johann Nepomuk
- Bachmayer, Johann Nepomuk
- Bachmayr, J. N.
- Bachmayr, Johann N.
Linked Services
- Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB)
- Thesaurus des Consortium of European Research Libraries (CERL)
- Normdateneintrag des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB)
- * Deutsches Literaturarchiv Marbach - Kallías
- Österreichischer Bibliothekenverbund (OBV)
- Gemeinsamer Verbundkatalog (GBV)
- * Literaturnachweis in der Neuen Deutschen Biographie (NDB)
- * Werknachweis in der Neuen Deutschen Biographie (NDB)
- Personen im Fachinformationsdienst Darstellende Kunst
Relations
Places
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Bachmayr, Johann Nepomuk
Dramatiker, * 28.2.1819 Neusiedl/Zaya, seit 23.8.1864 verschollen.
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Genealogy
V Matthias Bachmayr (1786–1846), Bauer aus Maustrenk bei Mistelbach (Niederösterreich);
M Magdalena Schweinberger († 1852 mit 72 Jahren) aus Neusiedl/Zaya. -
Biography
B. promovierte 1849 in Wien zum Dr. jur. 1850 reiste er nach Deutschland und wurde mit G. Keller und H. Hettner bekannt. Von 1851 bis zu seinem rätselhaften Abgang aus Wien war er Konzipient in der Kanzlei des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Kaizl. Am 23.8.1864 verließ er seinen Wohnort und blieb seitdem unauffindbar, vermutlich suchte er den Freitod in der Donau.
B. begann als Lyriker und bot in Wiener Zeitschriften und Alben nicht unbeachtliche Proben. Von seinen vier Dramen sind zwei ungedruckt und verlorengegangen, die beiden andern, das Trauerspiel „König Alfonso“ und das Volksdrama „Der Trank der Vergessenheit“ wurden in Buchform veröffentlicht, kamen jedoch nie zur Aufführung. Im Historienstück ein rechter Epigone, aber nicht unbegabt, erweist er sich in dem von G. Keller und H. Hettner zu B.s Schaden über das Maß gelobten Salon-Bauernstück „Der Trank der Vergessenheit“ als unfähig, die aus eigener Anschauung gutgesehenen sozialpolitischen und weltanschaulichen Probleme in eine dramatische Wirkungsform zu bringen. Ungeschult und ohne jede Selbstkritik, scheiterte B. an dem unseligen Widerstreit von Größenwahn und Minderwertigkeitsgefühl, woran die anerkennende wie die ablehnende Stellungnahme seiner Zeitgenossen nicht schuldlos waren (G. Keller, H. Hettner, H. Laube, F. Hebbel). F. von Saar behandelte B.s Schicksal in seiner Novelle Tambi (vgl. hierzu Briefwechsel Marie zu Hohenlohe und F. von Saar, herausgegeben von A. Bettelheim, 1910, S. 11 ff.).
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Works
Gedichte in: Sonntagsbll., Wien 1846, u. Österr. Frühlingsalbum, ebenda 1854;
Liebe zwingt zur Liebe, Lustspiel;
König O'Connor, Trauerspiel (beide verloren);
Der Trank d. Vergessenheit, Volksdrama, 1851, Wien 1897;
Kg. Alfonso, Trauerspiel, ebenda 1860;
Briefe an G. Keller, hrsg. v. A. Schaer, in: Jb. d. Grillparzerges. 18, 1908, S. 269-88;
Briefe an H. Hettner, hg. v. E. Glaser-Gerhard, ebenda, 28, 1926, S. 106-69. -
Literature
Hebbels sämtl. Werke, hist.-krit. Ausg. v. R. M. Werner, 1911–20, X, S. 300 f., XV, S. 158 ff.;
H. Hettner, in: Bll. f. lit. Unterhaltung, 1851, S. 712-20;
J. Minor, in: Jb. d. Grillparzer Ges. 10, 1900, S. 129-90;
W. Kosch, in: Bühne u. Welt, 1914, Nr. 21;
E. Ermatinger, G. Kellers Leben, 6/71924, I, 222, II, 257, 259, 265, 289 ff.;
C. Koblitz, J. N. B., Leben u. Werke, Diss. Wien, 1928 (ungedr.);
E. Alker, Gesch. d. dt. Lit. v. Goethes Tod bis z. Gegenwart, II, 1950, S. 207 f.;
Wurzbach I, XIV;
Brümmer I, ⁶1913, S. 101;
Zeidler III, S. 134-39 (P);
H. Giebisch-L. Pichler-K. Vancsa, Kleines Österr. Lit.-Lex., Wien 1948;
Kosch, Lit.-Lex. I. -
Author
Kurt Vancsa -
Citation
Vancsa, Kurt, "Bachmayr, Johann Nepomuk" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 501-502 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116028246.html#ndbcontent