Friedrich I.
- Dates of Life
- erwähnt 1129, gestorben 1152
- Occupation
- Erzbischof von Magdeburg ; Graf von Wettin ; Erzbischof
- Religious Denomination
- katholisch
- Authority Data
- GND: 136025919 | OGND | VIAF: 80439909
- Alternate Names
-
- Friedrich von Magdeburg
- Friedrich von Wettin
- Friedrich I. von Wettin
- Wettin, Friedrich von
- Friedrich I.
- Friedrich von Magdeburg
- Friedrich von Wettin
- Friedrich I. von Wettin
- Wettin, Friedrich von
- Friedrich, von Wettin
- Friedrich, von Magdeburg
Linked Services
Relations
Places
Map Icons
Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.
-
Friedrich I. Graf von Wettin
Erzbischof von Magdeburg, † 15.1.1152, ⚰ Magdeburg, Dom.
-
Genealogy
V angebl. Gf. Dietrich v. W.
-
Biography
Der im Mai 1142 erwählte F. ist in Magdeburg schon 1121 als Domherr, seit 1129 auch als Propst des dem Domstift¶ inkorporierten Stifts Bibra¶ und seit 1140 als Kustos nachzuweisen. Seine Abstammung aus dem Hause|der Grafen von Wettin gilt als sicher, ist aber durch zeitgenössische Quellen nicht belegt. 1143 erhielt er das Pallium. Später weilte er am Hofe Konrads III. Als dieser Herrscher 1144 das Weihnachtsfest in Magdeburg feierte, ließ F. sich von ihm den Erwerb von Jerichow und anderen Gütern bestätigen, die er als wichtigen Besitz im Elb- und Havelwinkel von den Erben der Grafen von Stade auf dem Tauschwege für sein Erzstift hatte gewinnen können. Er beteiligte sich ferner an dem wenig glücklichen Kreuzzug von 1147 gegen die Wenden, den die sächsischen Fürsten auf Anregung Bernhards von Clairvaux zusammen mit den Polen unternahmen. Dieses Unternehmen hatte für die Magdeburger Kirche wenigstens die Folge, daß die Kapitel ihrer Suffraganbistümer Havelberg (1148) und Brandenburg (1150) ihre alten Sitze wieder einnehmen konnten.
-
Literature
ADB VII;
F. W. Hoffmann, Gesch. d. Stadt Magdeburg, hrsg. v. G. Hertel u. F. Hülsse, 1885, I, S. 71-74;
J. Schultze, Der Wendenkreuzzug 1147 u. d. Adelsherrschaften in Prignitz u. Rhingebiet, in: Jb. f. d. Gesch. Mittel- u. Ostdtlds. 2, 1953, S. 95-124;
W. Brüske, Unterss. z. Gesch. d. Liutizenbundes, = Mitteldt. F 3, 1955, S. 107-12. -
Portraits
Grabplatte im Dom zu Magdeburg.
-
Author
Berent Schwineköper -
Citation
Schwineköper, Berent, "Friedrich I." in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 515-516. [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136025919.html#ndbcontent
-
Friedrich I.
-
Biography
Friedrich I., Erzbischof von Magdeburg, ein Sohn des Grafen Dietrich von Wettin, vor seiner Wahl Custos der Magdeburger Domkirche und Propst zu Bibra, folgte seinem im Mai 1142 verstorbenen Vorgänger Konrad. Unter ihm wurde das Erzstift und die in seinem Sprengel liegenden geistlichen Stiftungen durch reichliche Schenkungen bedacht, namentlich seitens Albrechts des Bären und des Domherrn Hartwig, Grafen von Stade, späteren Erzbischofs von Bremen. Das wichtigste Ereigniß während seines Archiepiscopats ist seine Theilnahme an dem Kreuzzuge gegen die nordwärts wohnenden wendischen Völkerschaften. Auf Anregung des Papstes und Veranstaltung Bernhards von Clairvaux brach am Peter-Paulstage (29. Juni) 1147 Erzbischof F. mit den Bischöfen von Halberstadt, Münster, Merseburg, Brandenburg, Havelberg und Mähren, dem Abte von Corvey, den Markgrafen Konrad und Adalbert, den Pfalzgrafen Friedrich und Hermann mit zahlreicher Mannschaft gegen die Wenden auf. Gleichzeitig wurden diese vom Erzbischof von Bremen, vom Bischof von Verden, Herzog Heinrich von Sachsen und einigen anderen weltlichen Fürsten angegriffen; auch der König von Dänemark und der Bruder des Herzogs von Polen betheiligten sich an dem Zuge. Die christlichen Heere verwüsteten das feindliche Land, errangen aber keine dauernden Erfolge. Mit diesen Kriegszügen gegen die Wenden wird auch der Abschluß eines Freundschaftsbündnisses Erzbischof Friedrichs und einiger anderer Fürsten mit den polnischen Herzogen Bolislav und Mesico in Verbindung stehen (Januar 1148). Erzbischof F. starb im Januar 1152.
-
Literature
v. Mülverstedt, Regesta archiepiscopatus Magdeburgensis I, 457—504.
-
Author
Janicke. -
Citation
Janicke, Karl, "Friedrich I." in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 548 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136025919.html#adbcontent