Mayröcker, Friederike
- Lebensdaten
- 1924 – 2021
- Geburtsort
- Wien
- Sterbeort
- Wien
- Beruf/Funktion
- Dichterin ; Lehrerin ; Schriftstellerin ; Lyrikerin
- Konfession
- römisch-katholisch
- Normdaten
- GND: 118732404 | OGND | VIAF: 109242538
- Namensvarianten
-
- Mayröcker, Friederike
- Mayröcker, Friederike
- Mairekkā, Furīderīke
- Majreker, Friderike
- Mayroecker, Friederike
- Mayröckerová, Friederike
- フリーデリーケ・マイレッカー
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Mayröcker, Friederike
1924 – 2021
Dichterin
Friederike Mayröcker zählt zu den bedeutendsten Dichterinnen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sie legte zahlreiche Lyrik- und Prosabände, Kinderbücher und in Kooperation mit bildenden Künstlerinnen und Künstlern realisierte Text-Bild-Bände vor. Mit ihren Arbeiten für den Rundfunk reformierte sie das Hörspiel; ihre zwischen Wirklichkeit und Fiktion oszillierende Prosa prägte das Genre der Autofiktion. Ihr Werk wurde mit einer Serie namhafter Preise ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt.
Lebensdaten
Geboren am 20. Dezember 1924 in Wien Gestorben am 4. Juni 2021 in Wien Grabstätte Zentralfriedhof, Ehrengrab (Gruppe 33 G, Nummer 29) in Wien Konfession römisch-katholisch -
Autor/in
→Alexandra Strohmaier (Graz)
-
Zitierweise
Strohmaier, Alexandra, „Mayröcker, Friederike“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2025, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118732404.html#dbocontent
Anfänge und literarischer Durchbruch
Mayröcker wuchs in Wien und in den Sommermonaten bis 1935 auf dem großelterlichen Lehmvierkanthof in Deinzendorf (Niederösterreich) auf. 1930 wurde sie in der privaten Volksschule Institut Lißte (heute Congregatio Jesu) in Wien eingeschult, 1934 wechselte sie auf die Mittelschule und 1938/39 auf die Hauptschule, bevor sie 1941 die zweijährige Ausbildung an einer kaufmännischen Wirtschaftsschule begann. 1942 dienstverpflichtet, war Mayröcker bis 1945 als Luftwaffenhelferin eingesetzt. Parallel dazu besuchte sie Abendkurse an einer Privatschule zur Vorbereitung auf die Staatsprüfung für Englisch an Volks- und Hauptschulen, die sie 1945 ablegte. Von 1946 bis 1969 war sie als Englischlehrerin an Wiener Hauptschulen tätig. 1950 holte sie als Externe die Matura nach. Ein im selben Jahr an der Universität Wien begonnenes Studium der Germanistik und Kunstgeschichte musste sie aus finanziellen Gründen sofort wieder aufgeben.
Der Beginn ihrer Lehrtätigkeit erfolgte zeitgleich mit ihren ersten Publikationen: 1946 erschien ihr Gedicht „an meinem Morgenfenster“ in der von Otto Basil (1901–1983) als Organ gegen die NS-Kulturideologie gegründeten Zeitschrift „Plan“. Bedingt durch die konservative Kunst- und Verlagspolitik im Österreich der Nachkriegsjahre publizierte Mayröcker zunächst ausschließlich in Periodika und Anthologien. Ihr erster längerer Prosatext, „Kleine Chronik“, wurde 1952 von dem Literaturkritiker Hans Weigel (1908–1991) in die Anthologie „Stimmen der Gegenwart“ aufgenommen. Durch Andreas Okopenko (1930–2010) erhielt Mayröcker ab 1951 die Möglichkeit zur regelmäßigen Veröffentlichung in der Zeitschrift „neue wege“ sowie in den von ihm herausgegebenen „publikationen einer wiener gruppe junger autoren“.
Ernst Jandl (1925–2000), Mayröckers Lebenspartner seit 1954, vermittelte ihr den Kontakt zur „Stuttgarter Gruppe“ um Max Bense (1910–1990), dem Mitbegründer der Konkreten Poesie. Ihren literarischen Durchbruch erzielte sie 1966 mit dem Lyrikband „Tod durch Musen. Poetische Texte“, für den Eugen Gomringer (geb. 1925) das Nachwort verfasste. Auf Einladung von Walter Höllerer (1922–2003), Mitglied der Gruppe 47 und Gründer des Literarischen Colloquiums Berlin, war Mayröcker mit Jandl und H. C. Artmann (1921–2000) am 26. Januar 1967 zu Gast in der prominenten Veranstaltungsreihe „Ein Gedicht und sein Autor – Lyrik und Essay“, die vom Sender Freies Berlin ausgestrahlt wurde.
Der Erfolg mit ihren akustischen Arbeiten – 1969 wurde ihr mit Jandl verfasstes Stereo-Hörspiel „Fünf Mann Menschen“ mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet – trug zu Mayröckers Entschluss bei, sich 1969 vom Schuldienst beurlauben zu lassen. In der Folge erschienen zahlreiche radiofone Texte, die durch den innovativen Umgang mit den Möglichkeiten der Stereofonie und dem Klangcharakter von Sprache richtungweisend für die experimentelle Audiokunst wurden und auch Mayröckers durch dialogische und polyfone Strukturen gekennzeichnete Prosawerke beeinflussten.
Mittlere Werkphase
Nach drei Prosabänden, die im Zeichen des Sprachexperiments standen, wandte sich Mayröcker mit dem Prosaband „je ein umwölkter gipfel. Erzählung“ (1973) dem Narrativen zu. Der Band bildete den Anfang eines von der Autorin retrospektiv als „unkonventionell“ und „unorthodox“ charakterisierten, zwischen Wirklichkeit und Fiktion oszillierenden Erzählens, mit dem Mayröcker das Genre der Autofiktion prägte. Zu ihren bekanntesten Prosabüchern vor der Jahrtausendwende zählen das bis dahin umfangreichste Werk „Die Abschiede“ (1980), der auch kommerziell sehr erfolgreiche Band „Reise durch die Nacht“ (1984), das von ihr lange Zeit als Hauptwerk verstandene Buch „mein Herz mein Zimmer mein Name“ (1988) sowie das Opus magnum „brütt oder Die seufzenden Gärten“ (1998).
Neben der Prosa entstand eine Vielzahl an Lyrikbänden, die Mayröckers Reputation als eine der größten Dichterinnen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts weiter festigten. Dazu kamen Publikationen, die aus der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen und Künstlern hervorgingen, etwa mit Max Weiler (1910–2001), Maria Lassnig (1919–2014), Olaf Nicolai (geb. 1962), Andreas Grunert (geb. 1947) und Martha Jungwirth (geb. 1940).
Jandls Tod 2000 markierte eine radikale Zäsur. In der Phase intensiver Trauer entstand das „Requiem für Ernst Jandl“ (2001), das in der literarischen Tradition der Totenklage steht. In der Vertonung von Martin Haselböck (geb. 1954) wurde es im Juni 2001 in der Stiftskirche Zwettl (Niederösterreich) uraufgeführt und 2016, mit der Musik von Lesch Schmidt (geb. 1957), im Rahmen der Salzburger Festspiele gegeben. Im Bereich der Lyrik wurde ihr Band „Scardanelli“ (2009), eine Reverenz an Friedrich Hölderlin (1770–1843), von Publikum und Kritik emphatisch aufgenommen.
Spätwerk und Wirkung
Die Spätphase von Mayröckers Schaffen war durch eine intensive Auseinandersetzung mit Werken des französischen Philosophen Jacques Derrida (1930–2004) geprägt. Durch den Rekurs auf dessen autobiografischen Text „Zirkumfession“ (1991, dt. 1994) verlieh sie ihrer Umschrift des traditionellen Genres des Bekenntnisses eine philosophische Signatur. Derridas 2006 in das Deutsche übersetzte Buch „Glas“ mit seiner Dekonstruktion der traditionellen Pflanzenmetaphorik adaptierte sie für ihr Nature Writing, das an zeitgenössische ästhetische Positionen im Zeichen des Anthropozän anschlussfähig ist. Eine experimentelle Poetik des Vegetabilen charakterisiert ihre Trilogie „études“ (2013), „cahier“ (2014) und „fleurs“ (2017) sowie die daran anknüpfenden letzten zu Lebzeiten veröffentlichen Prosabände „Pathos und Schwalbe“ (2018) und „da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete“ (2020). Mayröckers Spätwerk ist durch eine Hybridisierung von Prosa und Lyrik sowie durch schriftbildliche Formexperimente gekennzeichnet, durch die ihre Texte die Grenze zur bildenden Kunst hin öffnen. Ihr zeichnerisches Werk wurde 2020 durch die von Hans Ulrich Obrist (geb. 1968) kuratierte Ausstellung „Schutzgeister“ gewürdigt.
Mayröckers Literatur fand in Grafik, Malerei, Fotografie und Filmkunst sowie im Sprech-, Tanz- und Musiktheater große Resonanz. Ihre Texte inspirierten Kompositionen von Mauricio Kagel (1931–2008), Beat Furrer (geb. 1954) und Eva-Maria Houben (geb. 1955) und trugen zur Entwicklung des Klangtheaters von Thomas Pernes (1956–2018) bei. 2008 erschien das mehrfach ausgezeichnete Filmporträt „Das Schreiben und das Schweigen“ in der Regie von Carmen Tartarotti (geb. 1950). Die britische Regisseurin Katie Mitchell (geb. 1964) bearbeitete und inszenierte 2012 Mayröckers „Reise durch die Nacht“ für ihre gleichnamige Theaterproduktion am Schauspiel Köln. Zudem trat Mayröcker, die auch in vielen ihrer Hörspiele als Sprecherin mitwirkte, in multimedialen Performances auf, die aus ihren Texten hervorgingen, so 2010 und 2012 als Rezitatorin in Tanzperformances des Choreografen Sebastian Prantl (geb. 1960). 2017 brachte Otto Brusatti (geb. 1948) im Rahmen seiner Inszenierung von Mayröckers Text „OPER!“ ihre Stimme als Tonaufnahme auf die Bühne. Anlässlich des 100. Geburtstags der Autorin 2024 widmete ihr die Österreichische Nationalbibliothek die Ausstellung „‚ich denke in langsamen Blitzen‘ Friederike Mayröcker. Jahrhundertdichterin“.
1963 | Theodor-Körner-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Kunst |
1969 | Hörspielpreis der Kriegsblinden (mit Ernst Jandl; für das Hörspiel „Fünf Mann Menschen“) |
1975 | Mitglied der Akademie der Künste, Berlin-West |
1975 | Preis der Stadt Wien für Literatur |
1977 | Georg-Trakl-Preis der Stadt und des Landes Salzburg |
1982 | Großer Österreichischer Staatspreis |
1982 | Anton-Wildgans-Preis der österreichischen Wirtschaft |
1982 | Roswitha-Preis der Stadt Bad Gandersheim |
1985 | Literaturpreis des Südwestfunks Baden-Baden |
1985 | Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold |
1987 | Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich |
1989 | Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie |
1993 | Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg |
1994 | „manuskripte“-Preis des Landes Steiermark |
1996 | Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München |
1996 | Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft |
1997 | America Award in Literature |
1997 | Droste-Preis der Stadt Meersburg |
1997 | ORF-Hörspielpreis (für „Das zu Sehende, das zu Hörende“) |
2000 | Christian-Wagner-Preis der Christian-Wagner-Gesellschaft, Leonberg-Warmbronn |
2001 | Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt |
2001 | Dr. h. c., Universität Bielefeld |
2001 | Karl-Sczuka-Preis des Südwestrundfunks (für das Hörspiel „Das Couvert der Vögel“) |
2004 | Ehrenring der Stadt Wien |
2006 | Ján-Smrek-Preis, Bratislava |
2008 | ORF-Hörspielpreis (für „Gärten, Schnäbel, ein Mirakel, ein Monolog, ein Hörspiel“) |
2009 | Hermann-Lenz-Preis (für den Gedichtband „Scardanelli“) |
2010 | Peter-Huchel-Preis des Südwestrundfunks und des Bundeslands Baden-Württemberg (für „dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif“) |
2010 | Horst-Bienek-Preis für Lyrik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München |
2010 | Ehrenmitglied der Akademie der bildenden Künste, Wien |
2011 | Literaturpreis der Stadt Bremen (für „ich bin in der Anstalt. Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk“) |
2013 | Niederösterreichischer Kulturpreis |
2014 | Buchpreis der Wiener Wirtschaft |
2014 | Preis der Stiftung Bibel und Kultur für ihr Lebenswerk |
2014 | Johann-Beer-Literaturpreis der Oberösterreichischen Ärztekammer und der Deutschen Bank (für „cahier“) |
2015 | Ehrenbürgerin der Stadt Wien |
2015 | Dr. h. c., Universität Innsbruck |
2016 | Österreichischer Buchpreis (für „fleurs“) |
2017 | Günter-Eich-Preis der Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig |
2018 | ORF-Hörspielpreis (für „OPER!“) |
Nachlass:
Wienbibliothek im Rathaus, Wien, Handschriftensammlung, Vorlass Friederike Mayröcker, ZPH 530, ZPH 695, ZPH 1336, ZPH 1386 u. ZPH 1453.
Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, Nachlass Friederike Mayröcker, LIT 493/19, Sammlung Gisela Lindemann, ÖLA 106b/98, Sammlung Franz Eder, LIT 471/18, Sammlung Carmen Tartarotti, LIT 500/19, Sammlung Traude Veran, LIT 541/21, Sammlung Christel Fallenstein, LIT 546/22 u. Sammlung Hedwig Wingler, LIT 560/23.
Verzeichnis der Archivmaterialien:
Arnhilt Inguglia-Höfle, Archivbestände, in: Alexandra Strohmaier/Inge Arteel (Hg.), Mayröcker-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, 2024, S. 425–427.
Katalog des Österreichischen Bibliothekenverbunds. (Onlineressource)
Prosa:
Larifari. Ein konfuses Buch, 1956.
Minimonsters Traumlexikon. Texte in Prosa. Mit einem Nachw. v. Max Bense, 1968.
Fantom Fan, 1971.
Arie auf tönernen Füszen. Metaphysisches Theater, 1972.
je ein umwölkter gipfel. Erzählung, 1973.
Das Licht in der Landschaft, 1975.
Fast ein Frühling des Markus M., 1976.
Heiligenanstalt, 1978.
Die Abschiede, 1980.
Reise durch die Nacht, 1984, Bühnenfassung u. d. T. „NADA.NICHTS“, 1991, Regie: Reinhard F. Handl, Uraufführung bei den Wiener Festwochen im Schauspielhaus Wien.
Magische Blätter, 6 Bde, 1983–2007.
Das Herzzerreißende der Dinge, 1985.
mein Herz mein Zimmer mein Name, 1988.
Stilleben, 1991.
Lection, 1994.
brütt oder Die seufzenden Gärten, 1998.
Requiem für Ernst Jandl, 2001.
Die kommunizierenden Gefäße, 2003.
Und ich schüttelte einen Liebling, 2005.
Paloma, 2008.
ich bin in der Anstalt. Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk, 2010.
ich sitze nur GRAUSAM da, 2012.
études, 2013.
cahier, 2014.
fleurs, 2016.
Pathos und Schwalbe, 2018.
da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete, 2020.
Lyrik:
metaphorisch, 1964.
Tod durch Musen. Poetische Texte. Mit einem Nachw. v. Eugen Gomringer, 1966.
In langsamen Blitzen, 1974
Gute Nacht, guten Morgen. Gedichte 1978–1981, 1982.
Winterglück. Gedichte 1981–1985, 1986.
Das besessene Alter. Gedichte 1986–1991, 1992.
Notizen auf einem Kamel. Gedichte 1991–1996, 1996.
Mein Arbeitstirol. Gedichte 1996–2001, 2003.
Scardanelli, 2009.
dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif. Gedichte 2004–2009, 2009.
Von den Umarmungen. Gedichte, 2012.
Kinderbücher:
Sinclair Sofokles der Baby-Saurier. Mit Illustrationen v. Angelika Kaufmann, 1971.
Pegas, das Pferd. Mit Illustrationen v. Angelika Kaufmann, 1980.
Ich, der Rabe und der Mond. Ein Kinderbuch zum Lesen und Weiterzeichnen, 1981.
KINDER Ka-LAENDER [1965]. Mit Zeichnungen der Autorin, hg v. Gerhard Jaschke, 1991.
ABC-thriller [1968]. Mit Zeichnungen der Autorin, hg. v. Gerhard Jaschke, 1992.
Jimi. Mit Illustrationen von Angelika Kaufmann, 2009.
Text-Bild-Bände:
meine träume ein flügelkleid, 1974.
Rosengarten. Mit einer Radierung v. Maria Lassnig, 1984.
Zittergaul. Mit 12 Illustrationen der Autorin, 1989.
Empfindliche Träume [Zeichnungen], 1990.
Friederike Mayröcker/Olaf Nicolai, Nimbus der Kappe, 1993.
den fliegenschrank aufgebrochen. (Bildgedichte), hg. v. Siegfried J. Schmidt, 1995.
Kabinett Notizen, nach James Joyce. Mit Zeichnungen und einer Collage, 1995.
Friederike Mayröcker/Andreas Grunert, 1 Nervensommer. Texte v. Friederike Mayröcker. Bilder v. Andreas Grunert, hg. v. Wilfried Seipel, 2002. (P)
Werk- und Sammelausgaben:
Gesammelte Prosa. 1949–1975, 1989.
Gesammelte Prosa. 1949–2001, 5 Bde, hg. v. Klaus Reichert in Zusammenarbeit mit Marcel Beyer/Klaus Kastberger, 2001.
Magische Blätter I–V, 2001.
Gesammelte Gedichte. 1939–2003, hg. v. Marcel Beyer, 2004.
Gesammelte Gedichte. 2004–2021, hg. u. mit einem Nachw. v. Marcel Beyer, 2024.
Werkverzeichnisse:
Marcel Beyer, Friederike Mayröcker. Eine Bibliographie, 1992.
Marcel Beyer/Stefan Schwar, Auswahlbibliographie Friederike Mayröcker, in: Gerhard Melzer/Stefan Schwar (Hg.), Friederike Mayröcker, 1999, S. 247–300.
Martin Vejvar/May Mergenthaler, Werke, in: Alexandra Strohmaier/Inge Arteel (Hg.), Mayröcker-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, 2024, S. 419–424.
Monografien:
Siegfried J. Schmidt, Fuszstapfen des Kopfes. Friederike Mayröckers Prosa aus konstruktivistischer Sicht, 1989.
Daniela Riess-Beger, Lebensstudien. Poetische Verfahrensweisen in Friederike Mayröckers Prosa, 1995.
Helga Kasper, Apologie einer magischen Alltäglichkeit. Eine erzähltheoretische Untersuchung der Prosa von Friederike Mayröcker anhand von „mein Herz mein Zimmer mein Name“, 1999.
Klaus Kastberger, Reinschrift des Lebens. Friederike Mayröckers „Reise durch die Nacht“. Edition und Analyse, 2000.
Edith Anna Kunz, Verwandlungen. Zur Poetologie des Übergangs in der späten Prosa Friederike Mayröckers, 2004.
Inge Arteel, gefaltet, entfaltet. Strategien der Subjektwerdung in Friederike Mayröckers Prosa 1988–1998, 2007.
Alexandra Strohmaier, Logos, Leib und Tod. Studien zur Prosa Friederike Mayröckers, 2008.
Monika Pauler, Bewußtseinsstimmen. Friederike Mayröckers auditive Texte. Hörspiele, Radioadaptionen und „Prosa-Libretti“ 1967–2005, 2010.
Inge Arteel, Friederike Mayröcker, 2012. (W, L, P)
Michaela Raß, Bilderlust – Sprachbild. Das Rendezvous der Künste. Friederike Mayröckers Kunst der Ekphrasis, 2014.
Juliana V. Kaminskaja, ...Verwandlungen... Zu Friederike Mayröckers „Scardanelli“ und anderen Gedichten, 2021.
Sammelbände:
Siegfried J. Schmidt (Hg.), Friederike Mayröcker, 1984. (W, L, P)
Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Friederike Mayröcker (Text + Kritik 84), 1984. (W, L)
Daniela Riess-Beger (Hg.), Lebensveranstaltung. Erfindungen Findungen einer Sprache. Friederike Mayröcker. Katalog zur Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin, und des Literaturhauses, Wien, 1994. (P)
Klaus Kastberger/Wendelin Schmidt-Dengler (Hg.), In Böen wechselt mein Sinn. Zu Friederike Mayröckers Literatur, 1996.
Gerhard Melzer/Stefan Schwar (Hg.), Friederike Mayröcker, 1999. (W, L)
Fausto Cercignani (Hg.), Friederike Mayröcker, 2001.
Inge Arteel/Heidy Margrit Müller (Hg.), „Rupfen in fremden Gärten“. Intertextualität im Schreiben Friederike Mayröckers, 2002.
Renate Kühn (Hg.), Friederike Mayröcker oder „das Innere des Sehens“. Studien zu Lyrik, Hörspiel und Prosa, 2002.
Alexandra Strohmaier (Hg.), Buchstabendelirien. Zur Literatur Friederike Mayröckers, 2009.
Françoise Lartillot/Aurélie Le Née/Alfred Pfabigan (Hg.), „Einzelteilchen aller Menschengehirne“. Subjekt und Subjektivität in Friederike Mayröckers (Spät-)Werk, 2012.
Johann Georg Lughofer (Hg.), Friederike Mayröcker. Interpretationen, Kommentare, Didaktisierungen, 2017.
Inge Arteel/Eleonore De Felip (Hg.), Fragen zum Lyrischen in Friederike Mayröckers Poesie, 2020.
Bernhard Fetz/Katharina Manojlovic/Susanne Rettenwander (Hg.), „ich denke in langsamen Blitzen“. Friederike Mayröcker. Jahrhundertdichterin, 2024. (P)
Alexandra Strohmaier/Inge Arteel (Hg.), Mayröcker-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, 2024. (W, L)
Bibliografien (Sekundärliteratur):
Marcel Beyer, Friederike Mayröcker. Eine Bibliographie, 1992.
Marcel Beyer/Stefan Schwar, Auswahlbibliographie Friederike Mayröcker, in: Gerhard Melzer/Stefan Schwar (Hg.), Friederike Mayröcker, 1999, S. 247–300.
Carina Feneberg/Veronika Schuchter/Michael Pilz, Friederike Mayröcker in der deutschsprachigen Presse (2000–2021). Eine bibliographische Dokumentation, in: Innsbrucker Bibliographien zur Literaturkritik. Themen im deutschsprachigen Feuilleton 2 (2021). (Onlineressource)
Martin Vejvar, Sekundärliteratur, in: Alexandra Strohmaier/Inge Arteel (Hg.), Mayröcker-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, 2024, S. 429–447.
Filmporträts:
Friederike Mayröcker, Saarländischer Rundfunk 1973, Regie: Klaus Peter Dencker.
Oh Scirocco nimm mich auf deine Zunge, 1975, Regie: Gerhard Kleindl.
1 Häufchen Blume – 1 Häufchen Schuh, ORF 1990, Regie: Carmen Tartarotti.
Das Schreiben und das Schweigen, 2008/09, Regie: Carmen Tartarotti.
Audiovisuelle Medien, in: Österreichische Mediathek.
Friedericke Mayröcker/Ernst Jandl Lesung: „Gott schütze Österreich“, ca. 1974.
Trailer zum Filmporträt „Das Schreiben und das Schweigen“, 2008/09, Regie: Carmen Tartarotti.
Friederike Mayröcker, in Literaturhaus Wien. (W, P, Verzeichnis der Auszeichnungen)
Fotografien v. Isolde Ohlbaum (geb. 1953). (Onlineressource)
Fotografien v. Renate von Mangoldt (geb. 1940), 1970–1984. (Onlineressource)
vier Fotografien v. Felicitas Timpe (1923–2006), 1975–1994, Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, München.